Das Tempelhofer Flughafengebäude gehört dem Land Berlin und wurde 1995 unter Denkmalschutz gestellt. Verwaltet wird es von der Tempelhof Projekt GmbH. Sie untersteht Katrin Lompscher (LINKE), Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen.

Im Gebäude gibt es insgesamt 7266 Räume, die zum Großteil leer stehen. Nach Angaben der Tempelhof Projekt GmbH gibt es etwa 100 Mieter – mit Abstand den meisten Platz belegt gegenwärtig die Berliner Polizei.

Der Flughafen wurde energie- und wasserautark geplant. Heute muss es geheizt werden, damit es nicht weiter verfällt. Die Heizungsanlage ist alt, extrem unwirtschaftlich und unökologisch, da nicht regelbar.

Damit das Gebäude nicht zu einem teuren und weitgehend ungenutzten Klotz im Zentrum von Berlin wird, bedarf es eines umfassenden Sanierungskonzepts. Das sollte u.a. darauf abzielen, die Verbrauchskosten für Energie und Wasser niedrig zu halten und das Gebäude klimaneutral zu machen – schließlich wird es sicher noch etwa 100 Jahre lang existieren. Orientierungsrahmen sollte deshalb das Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) für Bundesgebäude sein.

Für die Umsetzung der in dieser Form einmaligen Sanierungsaufgabe könnte Berlin sich an den Dombauhütten orientieren: Eigene Handwerksbetriebe schließen sich zusammen, koordinieren die anstehenden Arbeit in enger Abstimmung zueinander, teilen ihr Wissen und bilden aus.