Auf verschiedenen Erkundungen und Aktiv-Tagen ist uns eine Menge zum Thema „Verkehr“ aufgefallen, Kritisches und Lösungen. Hier sind die bisherigen Ergebnisse zusammengefasst:


Vorschlag für eine generelle Leitlinie „Menschengerechte Mobilität“

Die Mobilität auf dem Gelände muss sich am Fahrrad und dem Zu-Fuß-Gehen orientieren. Die Autolastigkeit aus früheren Nutzungen ist nicht zukunftsfähig.


Vorschläge anhand einzelner Orte des Außengeländes


Torhaus am Columbiadamm und Einfahrt/Ausfahrt

Kritik 1: Das Gelände ist bisher zu sehr auf Autos angelegt ist. Fahrradmobilität und eine gute Aufenthaltsqualität werden dagegen kaum berücksichtigt, („zu viel Asphalt – zu viel tote Materie“).

Lösungen:
– Es sollten viel mehr Fahrradabstellplätze eingerichtet werden,
– Autoparkplätze könnten entsiegelt und in Rasen umgewandelt werden.
– Mehrfach wurde vorgeschlagen, das Gelände insgesamt autofrei zu machen. Oder nur noch Elektro-Autos zuzulassen.

Kritik 2: Die Übersichtsschilder am Eingang des Parkplatzes enthalten keine Firmennamen, so dass Besucher sich nicht orientieren können. Sie zeigen nicht, wo man zu Fuß langgehen darf und wo nicht.

Lösungen:
Ein verbessertes Wegeleitsystem für Zu-Fuß-Gehende sollte eingerichtet werden, mit allen relevanten Informationen, die für eine leichte Orientierung nötig sind.
Das große Übersichtsschild sollte schon vor der Einfahrt (Gehweg/Mauer) angebracht werden.


Hof D1 und D2

Kritik: Beide Höfe wirken „kalt, grau, industriell“ („Wieder nur Asphalt und Parkplätze“), regen andererseits wegen ihrer geschützten Lage zu einer Fülle von Nutzungen an.

Lösungen: In Bezug auf die Ästhetik wurde die Verwendung von warmen Farben gewünscht, eventuell auch durch Lichtinstallation, auch Grün wurde vorgeschlagen.


Tunnel

Kritik: Das geht gar nicht: Fahrräder und Zu-Fuß-Gehende werden ausgesperrt. Und das an einem Ort, wo direkt nebenan Jugendliche ihre Freizeit verbringen!

Lösung: Der Tunnel mit seinem alten Bahngleis übt eine große Faszination aus. Er sollte wieder für den Nahverkehr genutzt werden. Davon abgesehen ist es wichtig, dass im  Tunnel auch Fahrradfahren und Zu-Fuß-Gehen erlaubt wird.


Östliche Grünanlagen

Kritik:
Die Grünanlagen haben viel Potenzial für Freizeit, Begegnung und Erholung. Noch fühlt man sich hier aber nicht wirklich wohl.

Der Zaun entlang des Columbiadamms ist erstens hässlich, zweitens gibt es hier überhaupt nur insgesamt drei Orte zum Eintreten –auf einer Strecke von über 500 Metern! Ein Eingang nahe der Bushaltestelle ist dauerhaft verschlossen, warum, ist nicht zu verstehen.
Das Gelände hat einen zu hohen Anteil von Asphalt (Betriebswege und Autoparkplätze)

Lösungen:

Den Zaun zum Columbiadamm abreißen (oder mindestens dicht begrünen, so dass daraus ein Lärm- und Sichtschutz wird. Dann müsste es auch viel mehr Zugänge für Fußgänger und Radelnde geben).

Die Asphaltstraßen und -wege sollten verkleinert und dafür die Grünflächen vergrößert werden („Asphalt herausreißen und stattdessen schöne kleine Wege und Sträuchern mit essbaren Früchten!“).

Das Gelände sollte mit einer Mischung von Rückzugsmöglichkeiten: Hügeln, offene Flächen, Anlaufpunkten, dichteren Orte mit Tischen und Sitzgelegenheiten gestaltet werden.

Parkplatzflächen anders nutzen: Andere Nutzung als (nur) Parkplätze; (zum Beispiel Flohmärkte und Foodwagen), Parkplätze teilweise entsiegeln, Kies bzw mittels einiger Lkw Sand (Volleyball-Spielfelder, die auch Wasser aufnehmen können. Strandcafé etc; (Ist auch reversibel)


Und schießlich:

Eine Seilbahn als attraktives Verkehrsmittel wäre gut.