Wir sind Bewohner*innen Berlins, die zu einer enkeltauglichen Zukunft der Stadt beitragen wollen. Wir verstehen uns als stadtpolitische Initiative, die sich für eine gemeinwohlorientierte Entwicklung des Tempelhofer Flughafengebäudes einsetzt. Es geht uns nicht darum, als Nutzende selbst Räume zu bekommen – außer für Büros und Versammlungsorte, um uns und den Prozess zu organisieren.

Wir möchten die Räume im Tempelhofer Flughafen öffnen für Menschen, Initiativen, Gruppen, Organisationen, Institutionen und Betriebe, die im Sinne unseres Gemeinwohlplans gemeinschaftlich aktiv werden wollen. Ziel ist es, dass sich vielfältige Menschen engagieren und dazu beitragen, eine enkeltaugliche urbane Lebens- und Versorgungsweise zu entwickeln und eine commonsbasierte Kultur zu etablieren.

Gemeinsam mit anderen wollen wir Konzepte zu Schwerpunktthemen entwickeln (z.B. Ernährungshof, Handwerkerhof, Ernergieversorgung, Sanierung) und daraus abgeleitete Projekte vorantreiben. Die Konzepte orientieren sich nicht an den Eigeninteressen bestimmter Menschen, Betriebe oder Institutionen, sondern sind offene Einladungen für all diejenigen, die sich am jeweiligen Projekt beteiligen möchten. Die Beteiligten müssen in der Lage sein darzuzlegen, dass und wie ihre Aktivitäten und Kompetenzen konkret zur Realisierung des Projekts beitragen können. Eine „Vorreservierung“ von Räumen durch Beteiligte in der Konzeptentwicklungsphase gibt es nicht.

Für die Umsetzung sollen sich Menschen, Initiativen, Gruppen, Organisationen, Institutionen und Betriebe zusammenfinden und in einem selbst organisierten Prozess das Projekt vorantreiben. thf.vision sieht seine Rolle darin, den Prozess zu unterstützen und darauf zu achten, dass die Aktivitäten sich tatsächlich am Gemeinwohl orientieren und förderlich sind für eine enkeltaugliche Lebens- und Versorgungsweise und eine commonsbasierte Lebenskultur.

ExpertInnenworkshop zum Ernährungshof und LebensMittelPunkt
Foto: Rolf Schulten